Waldorfschulen verändern die Welt

1919 wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet – 2019 wird „die Waldorfschule“ 100 Jahre jung!  Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, die Waldorfschule zeitgemäß weiterzuentwickeln und ihre globale Dimension stärker ins Bewusstsein zu rücken. Mit vielen Projekten auf allen Kontinenten. Seid gespannt und seid dabei: 100 Jahre sind erst der Anfang.

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die schwarzen brueder 1

Die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Hildesheim, hat dieses Jahr, wie jede 8. Klasse an der Schule, vier Wochen lang an einem Theaterstück geprobt, das aufgeführt wurde. Im Vorfeld der Theaterarbeit besuchte die Klasse zwei Theateraufführungen und durfte an einem Vormittag hinter die Kulissen des Stadttheaters blicken. Die Schülerer erfuhren dort, wie viele Menschen Hand in Hand arbeiten, um ein Stück auf die Bühne zu bringen.

Nach einer Vorstellung etlicher Stücke innerhalb der Klasse, hat sich die Klasse für das Stück „Die Schwarzen Brüder“ entschieden. Das Textbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lisa Tetzner.
Darin wird die auf Tatsachen beruhende Geschichte eines Tessiner Bauernjungen erzählt, der für ein halbes Jahr nach Mailand verkauft wird, wo er als lebendiger Kaminbesen durch die Schornsteine kriechen muss, um diese zu reinigen. Seine verarmten Eltern brauchen das Geld für einen Arzt, der die Mutter nach einem Unfall behandeln soll.

Nach Verteilung der Rollen, arbeitete jeder Schüler ein Charakterprofil für die von ihm zu verkörpernde Rolle aus, in dem die darzustellende Person möglichst konkret geschildert wurde. Während der Probenzeit wärmten sich die Schüler jeden Morgen mit Sprach – und Reaktionsübungen auf. Danach probten sie einzelne Szenen und näherten sich auf diese Weise der darzustellenden Person immer weiter an. Nach der zweiten Woche fing die Klasse an, Durchläufe zu proben.

Die Probenzeit war ein langer und anstrengender, aber auch spannender und schöner Prozess. Es hat der Klasse viel Freude bereitet, mit allen zusammen so ein Vorhaben auf die Beine zu stellen, trotz der Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, die es bei einzelnen Szenen gab. Die Klasse ist durch einige Höhen und Tiefen gegangen. Es gab Tage, die sehr intensiv und erfolgreich waren und andere, die uns gefühlt nichts gebracht haben.

Zusätzlich zu den Rollen arbeiteten die Schüler in drei Gruppen auch an der Ausstattung des Stücks mit – Kostüme, Requisite, Bühnenbild/Bühnenausstattung. Für den Ablauf und die Umbauten trugen sie auch Verantwortung, so dass jeder mehrfach beschäftigt war.

Nach dreieinhalb Wochen Probenzeit präsentierten sie das Stück den Schülern und Eltern in vier Aufführungen. Sie haben von vielen Seiten Unterstützung für die Arbeit erhalten. Dafür bedankt sich die Klasse ganz herzlich.

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