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Der Klassenlehrer

Der Klassenlehrer begleitet die Schüler durch 8 Schuljahre im Hauptunterricht. In dieser Zeit entsteht eine feste Bindung zwischen Lehrer und Schülern, die das gegenseitige Vertrauen fördert.

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Das Geheimnis, Beziehungen zu erschaffen

Wenn sie nicht Lehrerin wäre, dann würde sie eine Bücherstube als Café leiten. In der Freien Waldorfschule Hildesheim war Johanna Drücker die Klassenlehrerin der ersten 1. Klasse und unterrichtet hier seit 1983 mit einer 12 jährigen Unterbrechung, in der sie sich um ihre zwei Söhne kümmerte.

Johanna Drücker ist Vollblutlehrerin. Schon bevor sie in der Schule war, wusste sie mit 5 Jahren, dass sie Lehrerin werden wollte. Dennoch war der Weg bis zur Waldorflehrerin nicht einfach. Johanna Drücker kommt aus einem religiös geprägten Elternhaus, ging in Mainz auf eine Mädchenschule und erlebte eine sehr harmonische und unterstützende Schulzeit. Nach dem Abitur versuchte sie in alternativen Lebensformen auf dem Land, Leben und Arbeit miteinander zu verbinden. Sie studierte Lehramt und stellte fest, dass sie in dem staatlichen System keine Lehrerin sein wollte. Sie interessierte sich für andere Schulformen, die von der antiautoritären Erziehung geprägt waren, wie z.B. die Glockseeschule in Hannover. Schließlich lernte sie die Anthroposophie kennen und begann 1981 in Mannheim die Ausbildung zur Waldorfpädagogin.

„Danach lief das Leben wie auf Schienen" sagt Johanna Drücker, die in ihrem Beruf ihre Erfüllung gefunden hat. Als Waldorflehrerin hat sie das sinnstiftende Gefühl an einer größeren Aufgabe mitzuwirken und sieht ihre Hauptaufgabe darin, Beziehung zu schaffen. „Es geht darum", so Johanna Drücker, „die Kinder wahrzunehmen, offen zu sein und einen inneren Bezug zu ihnen herzustellen." Ganz wichtig ist für sie die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, denn die, sagt ihre langjährige Erfahrung, ist entscheidend, die Kinder gut durch die Schulzeit zu bringen.

Wenn Johanna Drücker nicht unterrichtet, liest sie, schwimmt, paddelt, strickt, kocht, backt oder reist nach Berlin, um Kultur zu genießen. „Eigentlich bin ich eine Städterin", sagt sie, die mit ihrer Familie in Sibbesse auf dem Land lebt und für Veränderungen immer offen geblieben ist.

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