Der Klassenlehrer

Der Klassenlehrer begleitet die Schüler durch 8 Schuljahre im Hauptunterricht. In dieser Zeit entsteht eine feste Bindung zwischen Lehrer und Schülern, die das gegenseitige Vertrauen fördert.

klaus-foeppl Im Unterricht fühle ich mich frei

Klaus Föppl ist einer der Lehrer des Gründungskollegiums der Freien Waldorfschule Hildesheim. Das heißt, dass er schon lange dabei ist. Genau gesagt seit 1983, als acht Lehrer anfingen, den ersten Waldorfunterricht in Hildesheim anzubieten.

1956 in Münster geboren, in Bayern aufgewachsen, wollte Klaus Föppl eigentlich Arzt werden. Doch dann besuchte er mit 24 Jahren einen medizinischen Vortrag in der Waldorfschule Reutlingen. „Schon als ich in das Gebäude kam, überkam mich ein starkes Gefühl, am richtigen Platz zu sein", schildert Klaus Föppl seine erste Begegnung mit der Waldorfpädagogik.

Er blieb. Zunächst nach dem Vortrag in der Schule, wo er von einem der Lehrer in ein folgenreiches Gespräch verwickelt wurde. Bei diesem Lehrer arbeitete er dann ein Jahr als Praktikant, bevor er in Stuttgart seine Ausbildung zum Waldorflehrer begann und danach seine erste Anstellung in der neu gegründeten Waldorfschule Hildesheim übernahm.

Klaus Föppl blickt auf ein langes Berufsleben zurück. Er ist ein Waldorflehrer mit großer Überzeugung und einem tiefen Wissen über die Anthroposophie. Das hat er sich durch das Studium der Werke von Rudolf Steiner und in Kursen im Goetheanum in Dornach angeeignet. „Der Mensch ist ein in der Materie verkörpertes geistiges Wesen", fasst Klaus Föppl das Grundlegende der Anthroposophie auf Nachfrage für sich kurz zusammen. Inzwischen ist er selbst in der Lehrerfortbildung tätig und bildet den Nachwuchs aus.

Klaus Föppl liebt es zu unterrichten. „Was ich lehre, hat immer mit den Kindern zu tun, das stimmt und die Kinder wollen das", erklärt der engagierte Klassenlehrer. „Im Unterricht fühle ich mich frei, der Beruf erfüllt mich und gibt mir Kraft", sagt er über seine Arbeit, die ihm einen tiefen Sinn enthüllt. Seine vier Söhne haben auch die Hildesheimer Waldorfschule besucht, die er aber aus guten Gründen nie selber als Klassenlehrer unterrichtet hat.

Was ihn am meisten ärgert? „Rechthaberei und Aggressivität" sagt Klaus Föppl, der im Urlaub am liebsten nach Schweden fährt, um das ewige Zusammenspiel von Wasser, Licht und Steinen in aller Ruhe zu genießen. Hier tankt er auf, schaltet ab und entwickelt neue Ideen. Diese Zurückgezogenheit braucht er, um seine vielfältigen Aufgaben in der Freien Waldorfschule Hildesheim mit neuem Schwung anzugehen.

Das bewegte Klassenzimmer

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